Apothekerkammerwahl 2017 - VAAÖ-Landesgruppenobleute - Wien

pharmazie sozial: Sie sind Landesgruppenobfrau von Wien; warum engagieren Sie sich in der Standespolitik auf Angestelltenseite?

Mag. Ergott-Badawi: Mein Beruf ist für mich Berufung. Ich identifiziere mich sehr mit meiner Profession und führe sie mit großer Leidenschaft aus. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass unser Beruf in Zukunft weiterlebt. ApothekerInnen in den Apotheken müssen auch in Zukunft als unverzichtbarer Partner im Gesundheitssystem wahrgenommen werden. Vor allem engagiere ich mich dafür, dass der Beruf der ApothekerIn weiterentwickelt und ausgebaut wird. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und für viele KollegInnen neue Berufschancen ermöglicht, die sich über neue Herausforderungen freuen.

pharmazie sozial: An welchen Projekten bzw. Herausforderungen arbeiten Sie derzeit vorrangig?

Mag. Ergott-Badawi: Die VAAÖ Arbeitsgruppe Apotheke 2030, die ich leite, ist mein vorrangiges Projekt. Ich habe das Ziel, bis nächstes Jahr, 2018, einen postgraduellen Masterlehrganges in Klinischer Pharmazie in Österreich zu implementieren: ein 3-stufiger universitärer, postgradualer Lehrgang in Kooperation mit der Robert Gordon University/Aberdeen. Begleitet wird das Studium von Workshops in Wien, die den praktischen Teil bilden. Das zweite wichtige Thema, das mich als Mitglied des KV-Teams des VAAÖ beschäftigt, ist das neue Arbeitszeitgesetz und seine Umsetzung in den Apotheken. Dieses Thema begleitet uns schon seit geraumer Zeit und im KV-Komitee ist unser Ziel, beständige und faire Lösungen zu schaffen. Die KollegInnen sollen weiterhin Nachtdienste leisten können und die Bevölkerung optimal mit Arzneimitteln versorgen, denn das ist eine unserer Daseinsberechtigungen. Diese Arbeitsschwerpunkte erfolgen parallel zur Betreuung meiner Heimatlandesgruppe Wien. Ich habe mich sehr über das Wiener VAAÖ-Wahlergebnis im Herbst gefreut! Nun gebe ich mein Bestes, um meinen KollegInnen zusätzlich zu meiner Funktion im VAAÖ als Interessenvertretung ein breites Spektrum an Benefits durch ihre VAAÖ-Mitgliedschaft anzubieten. Das Programm ist informativ und unterhaltsam zu gleichen Teilen: von den genussvollen Kochworkshops über Fachkongresse und Sprachkurse bis zu Museumsbesuche sowie Rechts-und Taxierungsseminare. Besonders freue ich mich immer, wenn Wünsche direkt von den KollegInnen an mich kommen. Die gute, direkte Kommunikation hält die standespolitische Arbeit lebendig!

pharmazie sozial: Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Funktionsperiode gesetzt?

Mag. Ergott-Badawi: In den nächsten 5 Jahren ist ein Ziel von mir, in Österreich eine Weiterbildung in Klinischer Pharmazie auf universitärem Niveau zu schaffen. Klinische Pharmazie ist die Zukunft unseres Berufsstandes – davon bin ich zutiefst überzeugt! Gut ausgebildete Apotheker sind Teil der soliden Basis für ein gut funktionierendes Gesundheitssystem. Das alles ist natürlich nur mit adäquater Honorierung der ApothekerInnen durchführbar und muss auch im österreichischen Gesetz verankert werden. Um das realisieren zu können, werden alle ApothekerInnen in Österreich an einem Strang ziehen müssen. Weiters setze ich mich für eine faire Lösung für das neue Arbeitszeitgesetz bzw. Nachdienstregelung, die Regelung der Apotheker-Fortbildungspunkte und vor allem für eine Beschäftigungsquote für ApothekerInnen in den Apotheken ein. Nur Qualität wird unsere Zukunft in den Apotheken sichern.

 

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