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20.11.2020

Schutzmasken in den Apotheken

Foto (c) Shutterstock / worawit_j

In der Praxis wurden mittlerweile in fast allen Apothekenbetrieben im Verkaufsraum Plexiglasscheiben für die Kundengespräche errichtet. Wird der geschützte Bereich verlassen, beispielsweise um Ware zu holen, die im Verkaufsraum aufbewahrt wird, muss eine Schutzmaske aufgesetzt werden.

Hinter der Tara ist die Rechtslage leider nicht ganz so einfach: auch den Kollegen gegenüber muss ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, soweit nicht andere, geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. Neben baulichen Maßnahmen, die in Apotheken selten in Frage kommen, versteht die Verordnung auch das Einteilen von festen Teams als derartige sonstige Schutzmaßnahme. Einen Meter Mindestabstand einen ganzen Arbeitstag lang einzuhalten, ist in den meisten Apotheken nicht möglich. Eine Lösung für dieses Dilemma wäre im gesamten Apothekenbereich Schutzmasken zu tragen und das ist es auch, was die Österreichische Apothekerkammer unlängst empfohlen hat.

Eine Verpflichtung zum Tragen besteht allerdings nicht, wenn zum Beispiel in fixen Teams gearbeitet wird. In der (vorerst letzten) Covid-19-Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 15. November 2020 wird hierzu, wie bereits in früheren Verordnungen, ausgeführt, dass Dienstnehmer und Dienstgeber über die getroffenen sonstigen Maßnahmen hinaus, übereinkommen können, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei der Arbeit getragen wird. Wird eine solche Vereinbarung getroffen, ist sie jedenfalls auch bindend und der Dienstgeber hat seinen Dienstnehmern die erforderlichen Masken zur Verfügung zu stellen.

Leider gibt es keine Regelungen darüber, wie lange mit Masken gearbeitet werden darf oder wann eine Pause von welcher Länge eingehalten werden muss, weder in Bezug auf den üblichen Mund-Nasen-Schutz noch bezüglich der dichteren FFP–Masken. Lediglich für schwangere Dienstnehmerinnen wurde im Rahmen des relativen Beschäftigungsverbots festgelegt, dass sie nicht mit FFP2-Masken arbeiten dürfen, weil die Sauerstoffversorgung nicht ausreichend ist. Darüber hinaus gab es zwar einige Regelungsvorschläge für andere Dienstnehmergruppen, sie wurden allerdings bislang alle nicht realisiert.

Der VAAÖ wird im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen eine eigene Pausenregelung für das Arbeiten mit Schutzmasken in Apotheken fordern, um für diese unbefriedigende Situation eine konstruktive Lösung zu finden.

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