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06.09.2019

Schon wieder Rosinenpickerei? Sicher nicht!

Foto Mag.Podroschko: (c) VAAÖ

… eine never ending Story: Wieder einmal stellt der dm beim Verfassungsgerichtshof den Antrag, zu prüfen, ob er OTC-Arzneimittel in seinen Märkten verkaufen darf, ungeachtet der Arzneimittelsicherheit, der Versorgungssicherheit, der Abgrenzungsverordnung u.v.m.

Zwei Anträge wurden vom VfGH in den vergangenen Jahren bereits abgelehnt. Jetzt wird mit einem weiteren Anwaltsteam ein neuer Anlauf versucht, und zwar mit der fadenscheinigen Argumentation der Erwerbsfreiheit und der völlig unhaltbaren Behauptung, der dm könne „dieselben Standards bei Beratung und Verbraucherschutz erfüllen wie österreichische Apotheken“.

Und wieder einmal müssen wir ApothekerInnen nun diesem zweifelhaften Ansinnen – für unsere PatientInnen und für ein gut funktionierendes Gesundheitssystem - entschieden entgegentreten, (obwohl wir derzeit wirklich andere Problembereiche wie Lieferengpässe etc. „bearbeiten“ müssen).

Denn nur aufgrund der Apothekenpflicht und der Expertise der ApothekerInnen gibt es bei uns in Österreich vergleichsweise weniger Spitalsaufenthalte wegen UAWs und NWs, weniger prekäre Resistenzentwicklungen, weniger Leberversagen wegen NSARs, weil sie anderswo wie „Zuckerln“ verteilt werden - Beispiele hierfür gibt es viele.  Und ich bin überzeugt, dass weder unsere PatientInnen noch die Verantwortlichen im Gesundheitssystem solche Zustände wie z.B. in den USA haben wollen, nur weil OTC-Arzneimittel überall – ohne kompetente Beratung und Betreuung – erhältlich sind.

Wir bereiten uns derzeit intensiv darauf vor, – in Zusammenarbeit mit den anderen Playern - in naher Zukunft umfassende Serviceleistungen im Rahmen von ELGA, E-Medikation, E-Rezept mit der entsprechenden Medikationsliste etc. anzubieten, um die Gesundheitsversorgung der Österreicher auch weiterhin in dieser Qualität gewährleisten zu können. Unsere neuen Tools „Sicherheits-Check und Medikationsanalyse“ sowie die Klinische Pharmazie sind ein wichtiger Teil davon. Voraussetzung dafür aber ist, dass wir diese wichtigen Services durch die Mischkalkulation sicherstellen können.

Denn die Apotheken können diese Dienstleistungen sowie die seit langem etablierten Serviceangebote wie Nacht- und Wochenenddienste, magistrale Zubereitungen u.v.m. keinesfalls erbringen, wenn Geschäftemacher üble „Rosinenpickerei“ versuchen und wie hier vor allem auf Schnelldreher „schielen“.

Es werden viele Anstrengungen – auch finanzieller Natur – von allen Verantwortlichen im Gesundheitssystem unternommen, damit sich die notwendigen, hochqualitativen Angebote optimal ergänzen, um die beschränkten Ressourcen unseres Gesundheitswesens bestmöglich zu nutzen.

Und nun soll aus reiner Profitorientierung und Ignoranz das alles konterkariert und gefährdet werden?
Dem treten wir mit aller Vehemenz entgegen, … für unsere PatientInnen, unser Gesundheitssystem und unseren Berufsstand!

Ihr Mag. pharm. Raimund Podroschko
Präsident des VAAÖ
Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer

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