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02.06.2020

Auswirkungen der Covid19 Kurzarbeit auf den Pensionszuschuss

Foto: © shutterstock / Bacho

Der Verband Angestellter Apotheker hat sich angesehen wie sich die Covid19 Kurzarbeit auf die zukünftigen Pensionen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen auswirken wird.

Da die Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit vom Dienstausmaß vor der Kurzarbeit zu berechnen sind, gibt es auf die ASVG Pension keine Auswirkungen durch die Kurzarbeit.

Bezüglich des Pensionszuschuss von der Pharmazeutischen Gehaltskasse sieht es etwas anders aus.

Kolleginnen und Kollegen, die in Covid19 Kurzarbeit sind, werden bei der Pharmazeutischen Gehaltskasse in dem (reduzierten) Dienstausmaß angemeldet, das ihrer verkürzten Arbeitszeit entspricht.

Dadurch zahlen sie weniger Mitgliedsbeiträge, da sich diese nach der Höhe der Gehaltskassenmeldung richten, in der Folge sind auch die für den Pensionszuschuss geleisteten Beiträge geringer und das wirkt sich in der Folge auf den zukünftigen Pensionszuschuss aus.

Gemeinsam mit der Obfrau der Pharmazeutischen Gehaltskasse Mag. Irina Schwabegger Wager haben wir uns Berechnungen angesehen, bei denen vom extremsten Fall ausgegangen wurde: Ein Apotheker im Volldienst in der XVIII. Gehaltstufe wird für 6 Monate auf 1/10 Kurzarbeit angemeldet.

Dieses Beispiel ist zwar nicht sehr praxisnah, ist aber als extremster vorstellbarer Fall durchaus aussagekräftig.

Durch das halbe Jahr in Kurzarbeit verkürzt sich im Beispiel der Pensionszuschuss um ca.€ 11,-  pro Monat, also pro Jahr rund € 150,-. Gleichzeitig erspart sich der betreffende Apotheker auch einiges an Mitgliedsbeiträgen.

In einer niedrigeren Gehaltstufe und/oder bei einem geringeren Unterschied im Dienstausmaß (zwischen normalen Dienstausmaß und Kurzarbeits – Dienstausmaß) bzw. bei einer kürzeren Kurzarbeitsdauer verringert sich sowohl der Ausfall beim Pensionszuschuss als auch die Ersparnis an Mitgliedsbeiträgen entsprechend.

Auch wenn es sich also um überschaubare Beträge handelt, sollten die betroffenen Dienstnehmer selbst entscheiden können, ob sie lieber in der Zukunft einen entsprechend höheren Pensionszuschuss haben wollen und dafür bereit sind entsprechende Beiträge zu bezahlen oder jetzt nichts bezahlen und den geringeren Pensionszuschuss in Kauf nehmen.

Da schon länger zur Diskussion steht. für Kollegen in Altersteilzeit eine Möglichkeit zum Nachkauf von Beiträgen zu schaffen (gibt es bereits bei Erkrankung, Stellenlosigkeit, Kindererziehung bzw. Angehörigenbetreuung) wird der VAAÖ die derzeitige Situation zum Anlass nehmen, diesen Antrag in der Gehaltskasse einzubringen und insofern erweitern, als auch von Kurzarbeit Betroffene die Möglichkeit eines Nachkaufs für die entfallenen Beiträge erhalten sollen.

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