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22.03.2017

Kollektivvertragsabschluss §19a AZG

1
In erster Linie ging es darum, „verlängerte Dienste“ im Kollektivvertrag zu vereinbaren, ohne die es für angestellte Apotheker/innen zukünftig nicht mehr möglich wäre, Nachtdienste zu leisten, da sie nach einer Arbeitszeit von 10 Stunden nach Hause gehen müssten. Für einen Übergangszeitraum von 2 Jahren wird es durch diese Vereinbarung möglich sein, dass Dienstnehmer/innen von bis zu 32-Stunden-Diensten zustimmen. Sonst werden verlängerte Dienste bis zu 25 Stunden dauern. Damit haben die Verbände den gesetzlich vorgegebenen Rahmen zur Gänze ausgeschöpft.

2
Um die hohe Belastung  der Angestellten in Apothekenbetrieben mit viel Kundenverkehr während der Nacht zu honorieren, werden die Gebühren für die Inanspruchnahmen, die aufgrund ihrer zeitlichen Lage besonders unangenehm sind, also zwischen 01:00 Uhr und 07:00 Uhr nachts, drastisch auf € 11,00 angehoben.

3
Für Bereitschaftsdienste in Ruferreichbarkeit konnte der VAAÖ erreichen, dass für die Fahrten zur Apotheke zukünftig ein Kilometergeld zu bezahlen ist. Außerdem übernimmt der/die Dienstgeber/in die Haftung im Fall eines Unfalls. Schließlich kann zukünftig der/die Dienstnehmer/in selbst bestimmen, ob er/sie während des Nachtdienstes zu Hause ist und im Bedarfsfall in die Apotheke fährt oder lieber im Apothekenbetrieb bleibt.

4
Zur leichteren Handhabung der Arbeitszeitbestimmungen für Betriebe in niedrigen Turnussen (diese haben ja mehr Nachtdienste zu leisten als in höheren Turnussen) soll die Möglichkeit, Bereitschaftsdienste in Ruferreichbarkeit (bis Turnus 4) zu machen, ausgedehnt werden, da die Ruferreichbarkeit arbeitszeitrechtlich anders bewertet wird. Der VAAÖ konnte durchsetzen, dass sich dadurch nichts an der Bezahlung der Dienstnehmer/innen ändert: wie bisher kommt es lediglich in den dauerbereiten „Turnus 1-Apotheken“ zu einer Halbierung der Bezahlung – in allen anderen Apotheken (Turnus 2-4) ist das Bereitschaftsdienstpauschale auch bei Ruferreichbarkeit voll zu bezahlen!

5
Der VAAÖ nützte die Gespräche auch dazu, die Forderung der Angestellten nach einer ausreichenden Besetzung der Apothekenbetriebe mit pharmazeutischen Fachkräften darzulegen und deren Wichtigkeit zu unterstreichen. Der Kollektivvertragspartner Apothekerverband verstand die Argumente, insbesondere dass einzelne, nicht korrekt arbeitende Kolleg/innen, die Zukunft des gesamten Berufsstands gefährden. Es wurde vereinbart, dass ein neuer, effektiv arbeitender Disziplinarrat geschaffen wird, der mit den nötigen Instrumentarien ausgestattet wird, um Verstöße gegen das Berufsrecht – wie beispielsweise eine unzureichende Besetzung mit Fachkräften oder die Arzneimittelabgabe durch Hilfskräfte – tatsächlich und nachhaltig zu ahnden.

6
Erfolg des VAAÖ: Fachapothekerzulage im KAV!
Dem VAAÖ ist es durch beharrliche Interventionen bei den unterschiedlichsten Stellen des Wiener Krankenanstaltenverbundes und der Stadt Wien nun gelungen, durchzusetzen, dass auch in den Krankenhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbundes die Fachapothekerzulage an diejenigen Apotheker/innen ausgezahlt wird, die die Berufsqualifikation Fachapotheker/in für Krankenhauspharmazie (aHPh) erworben haben.
 


 


Raimund Podroschko, Präsident

Werte Kolleginnen und Kollegen!

Es freut mich, Ihnen das neue Arbeitszeitgesetz vorstellen zu können, das eine klare Verbesserung für die angestellten Apothekerinnen und Apotheker darstellt.

In meinem Videoblog erläutere ich die Details unseres Verhandlungserfolges.

Videoblog ->

Sollten Sie noch weitere Fragen zum neuen Arbeitszeitgesetz haben, so stehe ich Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Ihr
Raimund Podroschko
Präsident VAAÖ

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