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14.08.2020

Die Corona-Kurzarbeit geht in die Verlängerung

Verlängerung ab 1.10.2020

Corona-Kurzarbeit: Fact-Sheet

Einige Apothekenbetriebe werden wohl noch länger mit den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise zu kämpfen haben und Kurzarbeit für ihre Angestellten in Anspruch nehmen werden wollen.  Deshalb geht die Corona-Kurzarbeit nunmehr in ihre dritte Phase. Katharina Lux, Juristin und Arbeitsrechtsexpertin im VAAÖ, hat die wichtigsten Neuerungen im Überblick für Sie zusammengefasst:

  • Verlängerung der Corona-Kurzarbeit von 01.10.2020 bis 31.03.2020: Die aktuelle Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Kurzarbeit läuft mit 30.09.2020 aus und wird fortan um 6 Monate bis 31.03.2021 verlängert.
  • Verpflichtung zur Weiterbildung während der arbeitsfreien Zeit: Nach der bisherigen Rechtslage konnten die Arbeitnehmer die ausgefallene Arbeitszeit für Freizeitaktivitäten nutzen. Nunmehr müssen angestellte Apotheker innerhalb der Ausfallszeit aktiv an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, wenn solche vom Apothekenbetrieb angeboten bzw. angeordnet werden. 
  • Berücksichtigung der Kollektivvertragserhöhungen und Biennalvorrückungen auch bei den Ausfallsstunden: Während der Kurzarbeit anfallende KV-Erhöhungen und Biennalsprünge müssen sowohl bei der Berechnung des Entgelts der tatsächlichen Arbeitszeit (wie bisher) als auch beim garantierten Entgelt berücksichtigt werden.
  • Die Kurzarbeitszeit kann zwischen 30% und 80% der ursprünglichen Arbeitszeit betragen: Bis 30.09.2020 war eine Reduktion der Arbeitszeit zwischen 10% und 90% zulässig. Eine Unterschreitung dieser 30%-Grenze ist nur in gesonderten Einzelfällen (z.B. im Hotelgewerbe) vorgesehen und bedarf der Zustimmung der Sozialpartner. Zudem kann für den Zeitraum der Kurzarbeit eine Durchrechnung vereinbart werden, um die Arbeitszeit flexibler gestalten zu können.

Mit dem ÖAV als Sozialpartner ist es uns gelungen, die Möglichkeit zur 1/10-Meldung zu schaffen, die nun ebenfalls mit 30.09.2020 ausläuft. Da das neue Kurzarbeitszeitmodell eine Arbeitszeit von zumindest 30% der individuellen Arbeitszeit vorsieht, ist eine 1/10-Meldung in dieser Verlängerungsphase überhaupt nur mehr bei einem 2/10 bzw. 3/10-Dienst zulässig.

Auch bei der „neuen“ Corona-Kurzarbeit bleibt es jedenfalls bei der Entgeltgarantie von 80 bis 90% des ursprünglichen Nettogehalts und der Verpflichtung des Dienstgebers, die von der Kurzarbeit betroffenen Dienstnehmer erst nach Ablauf von einem Monat nach Ende der Kurzarbeit kündigen zu können.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Rechtsabteilung, die Ihnen in allen Fragen des Arbeitsrechts – so auch zur Corona-Kurzarbeit - mit Rat und Tat zur Seite steht!

„Kurzarbeit kann manchmal notwendig sein, um die Arbeitsplätze langfristig erhalten zu können. Deshalb haben wir vom VAAÖ sie derzeit auch ermöglicht. Doch die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 dürfen keinesfalls auf die ArbeitnehmerInnen abgewälzt werden. Jetzt müssen die Rechte der Angestellten besonders vehement geschützt werden. Darum ist eine starke Arbeitnehmervertretung besonders wichtig und notwendig; das zeigen uns auch die vielen Anfragen in Bezug auf arbeitsrechtliche Problemstellungen. Wir Angestellten haben ein Recht auf einen wertschätzenden und respektvollen Umgang und auf die Wahrung unserer Interessen. Die Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegenüber uns als ihre ArbeitnehmerInnen. Wir vom VAAÖ schauen darauf, dass sie diese auch wahrnehmen, und fordern, wenn nötig, Ihre Rechte für Sie ein!“

Ihr Raimund Podroschko

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