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07.10.2020

Kollektivvertragsverhandlungen - Umfrage 4

Foto (c) shutterstock / Radachynskyi Serhii

Oktoberumfrage Kollektivvertrag
Bereits in den letzten drei Monaten konnten wir dank Ihrer regen Teilnahme an unseren Umfragen einiges darüber erfahren, welche Themen unseren Mitgliedern besonders wichtig sind, auf welche Forderungen wir besonderen Wert legen sollen und wie aus Ihrer Sicht die fraglichen Bereiche im Kollektivvertrag geregelt werden sollen. In der aktuellen Umfrage wollen wir wissen, wie unsere Mitglieder über die Fortbildungspflicht denken.

Umfrage Nr. 4: Fortbildung
Wie für alle Gesundheitsberufe ist es auch für uns  Apothekerinnen und Apotheker essentiell, immer auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu sein. Dementsprechend sehen auch die einschlägigen rechtlichen Bestimmungen, wie das Apothekergesetz und die Pharmazeutische Fachkräfteverordnung eine Verpflichtung zur Fortbildung vor, der das Gros der Kollegenschaft auch mit großem Engagement nachkommt, obwohl 1.) an die Nichtbefolgung der Fortbildungsverpflichtung keinerlei Konsequenzen geknüpft sind und 2.) viele die ihnen zustehende Dienstfreistellung nicht erhalten und sich daher in ihrer Freizeit fortbilden.

Doch leider gibt es auch einige Kolleginnen und Kollegen, die ihrer Verpflichtung zur Fortbildung nicht nachkommen. Daher wird schon seit einiger Zeit darüber diskutiert, eine „Verpflichtende Fortbildung“ für Apothekerinnen und Apotheker einzuführen, und an die Nichterfüllung des vorgesehenen Mindestmaßes Konsequenzen zu knüpfen.

Diskutiert wird dabei zum einen, wer aller sich verpflichtend fortbilden muss, also ob alle Apothekerinnen und Apotheker in Österreich, oder ob es eine derartige Verpflichtung nur für Angestellte geben soll. Es werden immer öfter Stimmen - v.a. auf Selbstständigenseite - laut, die meinen dass es ausreicht, wenn sich nur die angestellten Apothekerinnen und Apotheker fortbilden. Wir im VAAÖ sind immer davon ausgegangen, dass die Verpflichtung zur Fortbildung für alle gelten soll, dies schon aufgrund des Konzessionssystems und damit es nicht dazu kommt, dass der Leiter der Apotheke auf einem niedrigeren wissenschaftlichen Stand ist als seine Dienstnehmer.

Zum anderen wird auch darüber debattiert, welche Veranstaltungen zu welchen Themen auf die Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung angerechnet werden sollen. Denn neben rein pharmazeutischen Wissensgebieten gibt es auch noch viele andere Bereiche, die für die Arbeit in Apotheken relevant sind, zum Beispiel Recht oder Wirtschaft  und natürlich Einiges aus den Grenzbereichen der Pharmazie, wie Alternativmedizin, Ernährung oder Lifestyle.

Der Kollektivvertrag für Pharmazeutische Fachkräfte normiert derzeit einen Freistellungsanspruch von 24 Stunden pro Arbeitsjahr für Volldienstleistende und entsprechend weniger für Teildienstleistende. Bis zu 16 Stunden davon können sowohl für die Zentrale Fortbildung der Apothekerkammer als auch für Pörtschach oder Seggau in Form von Zeitausgleich in Anspruch genommen werden.

Die Pharmazeutische Gehaltskasse zahlt Dienstgebern, deren Dienstnehmer für Fortbildungsmaßnahmen  dienstfreigestellt wurden, eine Vergütung für die damit verbundenen Kosten, soweit dies beantragt wurde.

Deshalb unsere Bitte: Nehmen Sie an unserer Umfrage zum Kollektivvertrag teil!

Ihr Raimund Podroschko
VAAÖ-Präsident
Vizepräsident der Apothekerkammer

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http://www.aahp.at

Die Kampagne von Apothekerkammer und dem BM f. Gesundheit gegen Arzneimittelfälschungen.
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