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20.03.2020

Apotheken als Ersthelfer: bis zu Verdreifachung der Kundenfrequenz

Raimund Podroschko, Präsident des Verbandes Angestellter Apotheker Österreichs (VAAÖ) und Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer: „Die Apothekerinnen und Apotheker sind die stillen Helden und zeigen enormen Einsatz und Erfindungsreichtum.“

Die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker sind in diesen Tagen eine der belastetsten und exponiertesten Berufsgruppen. Da ein guter Teil der niedergelassenen Ärzte nur mehr telefonisch zur Verfügung steht, sind die ApothekerInnen der Erstkontakt in allen medizinischen Belangen.

Die Belastung ist enorm: So berichtet eine Apothekerin von mehr als 750 Kunden, die ihre Apotheke an einem Tag betreute. Normalerweise nehmen 200 bis 250 Menschen die Leistungen dieser Apotheke in Anspruch.

Podroschko begeistert besonders der Einfallsreichtum und die Flexibilität seiner Kolleginnen und Kollegen: „Egal ob ´Einbahnstraße´- also das Betreten über einen Eingang - oder das Aufstellen von Plexiglasscheiben binnen weniger Stunden zum Schutz aller: In den Apotheken sind pragmatische und leidenschaftliche Apothekerinnen und Apotheker tätig.“ Bedauerlich sei dabei, dass der Berufsstand in der öffentlichen Anerkennung kaum vorkomme: „Wir müssen alle zusammenhalten, und einen gewaltigen Teil tragen dazu die Apothekerinnen und Apotheker bei. Ich würde mich freuen, wenn das die Öffentlichkeit stärker wahrnimmt!“, ergänzt Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin des VAAÖ und der Apothekerkammer Wien.

Auch die Rechtsberatung des VAAÖ ist voll ausgelastet. VAAÖ-Direktor Norbert Valecka schildert die Herausforderungen, mit denen die angestellten ApothekerInnen konfrontiert sind: „Ein besonders wichtiges Thema ist dieser Tage der Arbeitnehmerschutz; denn die Apothekerinnen und Apotheker müssen noch lange einsatzfähig bleiben. Da geht es z.B. um die Maßnahmen, die ein Dienstgeber ergreifen muss, um seine Dienstnehmer vor allfälligen Infektionen zu schützen, wie Plexiglas-Aufbauten, Mindestabstand, limitierter Zugang zum Verkaufsraum etc. Oder es müssen Fragen zu Schwangerschaft, einer chronischen Vorerkrankung oder zur Kinderbetreuung gelöst werden.“

In den meisten Apotheken ist ein „Team-Dienst“ eingerichtet: d.h. ein Team arbeitet am Vormittag, mittags wird desinfiziert und am Nachmittag arbeitet ein zweites Team. Diese Vorgehensweise wird von der Kammer empfohlen, macht auch Sinn, wirft aber bezüglich der vereinbarten Arbeitszeiten viele Fragen auf, da alle gleich viele Stunden arbeiten, obwohl unterschiedliche Dienstausmaße vereinbart sind … u.v.m.

Derzeit wird also auch hinter den „Apotheken-Kulissen“ mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Apothekerinnen und Apotheker mit ihren Leistungen und ihrem großen Einsatz auch in den kommenden Monaten für die Menschen in Österreich da sein können.

Der VAAÖ, der Verband Angestellter Apotheker Österreichs, ist die Interessenvertretung der angestellten Apothekerinnen und Apotheker Österreichs. Aktuell vertritt er rund 3.000 aktive angestellte ApothekerInnen in über 1.000 Apotheken. 

Rückfragen:

VAAÖ, Verband Angestellter Apotheker Österreichs

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