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02.04.2020

Corona-KV

Foto: © shutterstock / Wetzkaz Graphics

Die letzten Wochen haben viele Änderungen in den Arbeitsalltag gebracht. Die Maßnahmen zur Pandemiebekäpfung haben uns alle überrollt und es mussten schnell wichtige Maßnahmen ergriffen werden, um der extremen Situation gerecht zu werden und dem wichtigen Auftrag zur Arzneimittelversorgung der Bevölkerung nachzukommen und diesen wie immer bestmöglich zu erfüllen.

Die geänderten Umstände werfen jedoch eine Vielzahl von rechtlichen Problemen auf, die mit den bestehenden Rechtsgrundlagen nicht gelöst werden können. Der Kollektivvertrag für Pharmazeutische Fachkräfte stellt auf den Normalbetrieb in Apotheken ab und enthält somit keine Lösungen für die sehr speziellen Probleme, die sich jetzt stellen.

Der VAAÖ ist sich seiner Verantwortung als Sozialpartner im Bereich der Apotheker/innen sehr bewusst und hat in einem ersten Schritt zunächst zugestimmt, dass für eine gewisse Zeit angestellte Apotheker/innen auch im 1/10 Dienst gemeldet werden können oder auch unbürokratisch das 10/10 Dienstausmaß überschreiten können, falls dies im Zuge der Coronamaßnahmen für ein rasches Einspringen notwendig sein sollte.

Zusätzlich wollte der VAAÖ möglichen Kurzarbeitsanträgen von Apothekenbetrieben, die aufgrund von Kundenrückgängen in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind, nicht entgegenstehen, und hat pauschale Zustimmungserklärungen abgegeben.

Es stellen sich aber noch mehr Probleme, die bislang noch nicht zu aller Zufriedenheit gelöst sind:

► Dienstfreistellungen für Dienstnehmer/innen mit Vorerkrankungen, die derzeit nicht arbeiten sollten.
► Schutzmaßnahmen, die von den Apothekenbetrieben zum Schutz der Dienstnehmer/innen ergriffen werden müssen, leider aber immer noch von ein paar Unbelehrbaren nicht verwirklicht wurden.
► Was passiert mit der Arbeitszeit, die bei einer allfälligen Änderung der Diensteinteilungen im Rahmen der 2-Teams-Bildung ausfällt? Der vollständie Entfall wird von vielen Selbständigen als große Belastung gesehen, ein Urlaubskonsum ist nicht erlaubt und die Durchrechnungsvereinbarungen bieten auch nur geringe Ausweichmöglichkeiten.
► Aspirant/innen: Was passiert, wenn sie ihre Prüfung nicht vor Vollendung ihres Aspirantenjahres ablegen können und gäbe es eine Möglichkeit Kurzarbeit für Aspirant/innen zu ermöglichen? Derzeit sind die Aspirant/innen ja von Kurzarbeit ausgenommen und sie müssen allenfalls ausfallende Arbeitszeiten in der Apotheke zu Hause zum Lernen nutzen.
► Corona-Zulage für Dienstnehmer/innen, die derzeit im Kundenverkehr tätig sind: Derartige Zulagen sollen von den Dienstgeber/innen steuerbegünstigt ausgezahlt werden können. Wer, wenn nicht die Apotheker/innen, die in den Apothekenbetrieben die Stellung halten, hätte eine derartige Zulage verdient?

Der VAAÖ ist daher an den Österreichischen Apothekerverband herangetreten um gemeinsam auf Sozialpartnerebene gute Lösungen für alle durch die aktuelle Krisensituation entstandenen Probleme zu finden.

Drücken Sie uns die Daumen!

Der VAAÖ – wie immer stark auf Ihrer Seite – besonders in Zeiten von Corona!

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