STARK AUF IHRER SEITE.

18.10.2019

BWB-Forderungen: eine glatte Themenverfehlung!

Die BWB-Untersuchung wurde - u.a. auf einer Pressekonferenz - geschlossen zurückgewiesen: (v.l.n.r.):

Mag.iur. Karin Rösel-Schmid, stv. Kammeramtsdirektorin Österreichische Apothekerkammer; Mag.pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied Österreichische Apothekerkammer; Mag.pharm. Jürgen Rehak, Präsident Österreichischer Apothekerverband; Mag.pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident Österreichische Apothekerkammer, Präsident VAAÖ; Mag.pharm. Alice Wittig-Pascher, Apothekerin aus Heidenreichstein.

 

„Eine solche Forderung gefährdet nicht nur die Apotheken und damit die Arzneimittelsicherheit und die Versorgung der PatientInnen, sondern auch die vielen hochqualifizierten Arbeitsplätze in den Apothekenbetrieben.“  

 

Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident Österreichische Apothekerkammer, Präsident VAAÖ

 

BWB-Forderungen: eine glatte Themenverfehlung!

„Eine gute Gesundheitsversorgung am Land ist ohne uns ApothekerInnen nicht möglich!“

„Offensichtlich möchte die Bundeswettbewerbsbehörde erreichen, dass hier zwei Gesundheitsberufe, die für ihre PatientInnen eng zusammenarbeiten sollen und müssen, wirtschaftlich gegeneinander antreten. Die Folge wäre ein veritabler gesundheitspolitischer „Scherbenhaufen“, und das ausgerechnet in Zeiten von ELGA, Datenklau und Lieferengpässen, wenn also unsere PatientInnen auf unsere Betreuung und Unterstützung besonders angewiesen sind“, mit diesen Worten erteilt Mag. pharm. Raimund Podroschko, VAAÖ-Präsident und 1. Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer dem neuesten Vorstoß der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eine klare Absage. Diese fordert in ihrer aktuellen Publikation die Ausweitung ärztlicher Notabgabestellen für Medikamente, also der ärztlichen Hausapotheken, und bringt damit ein gut funktionierendes System in Gefahr.

Die Umsetzung der Forderungen der BWB hätte ein großflächiges Apothekensterben in Österreich zur Folge. Rund 600 der derzeit 1.372 öffentlichen Apotheken – durchwegs Betriebe auf dem Land – wären akut von der Schließung bedroht, verbunden mit einem Verlust von mehr als 6.000 Arbeitsplätzen und über 400 Lehrstellen. Umgekehrt würde sich die Zahl der derzeit 887 ärztlichen Hausapotheken drastisch erhöhen, so dass das Verhältnis zwischen öffentlichen Apotheken und ärztlichen Hausapotheken völlig ins Gegenteil verkehrt würde – zu Lasten der PatientInnen.

 

Arzt UND Apotheker

Die bewährte Zusammenarbeit zwischen Apotheker- und Ärzteschaft bei der Versorgung der Bevölkerung baut auf dem Vier-Augen-Prinzip auf: ÄrztInnen verschreiben das Medikament, ApothekerInnen geben es ab, stellen sicher, dass keine Fehler wie unerwünschte Doppelmedikationen sowie Neben- und Wechselwirkungen passieren, und beraten die PatientInnen. Damit ist die höchstmögliche Patientensicherheit gewährleistet. Diese Sicherheit setzt die BWB aufs Spiel, wenn sie diese beiden Berufsgruppen in eine Konkurrenz- und Wettbewerbssituation drängt und damit gegeneinander ausspielt.

Präs. Podroschko stellt klar: „Aufgabe der BWB, der Bundeswettbewerbsbehörde, ist „die Untersuchung und Bekämpfung von Wettbewerbsverzerrungen oder –beschränkungen“, also der Schutz und die Gewährleistung eines marktliberalen Wettbewerbs; und NUR das, und NUR dort, wo ein solcher auch angebracht ist! Sich nun als Befürworter der freien Marktwirtschaft auf diese Art und Weise in unser Gesundheitssystem einmischen zu wollen, ist eine glatte Themen- und Aufgabenverfehlung. BWB-Direktor Thanner möchte unser sozial ausgerichtetes Gesundheitssystem trotz vieler warnender Beispiele und gegen jede Vernunft einem längst überholten Marktliberalismus unterwerfen, indem er einem Substitut, das von der Politik auch so gedacht ist, mehr Raum geben und es damit aufwerten will.“

 

(Foto ©shutterstock)

 

Leistungen der ApothekerInnen anerkennen!

Für Mag. Podroschko zeigt dieser Vorstoß aber auch eines: „Die BWB kann oder vielmehr will die Leistungen der ApothekerInnen und der Apotheken noch immer nicht anerkennen – obwohl wir dazu bereits 2018 eingehende Gespräche geführt haben -, ganz im Gegensatz zu den meisten Politikern und Opinion Leader, die mittlerweile unsere Expertise und unsere Angebote nicht nur anerkennen, sondern auch als unverzichtbar wertschätzen. Aber nicht nur hier hinkt die BWB hinterher; offensichtlich hat sie sich auch nicht mit den zukünftigen Herausforderungen, den beschränkten, auch personellen, Ressourcen und den steigenden Bedürfnissen unserer PatientInnen ausreichend auseinandergesetzt, - ganz im Gegensatz zu den wirklichen Experten, den Gesundheitsberufen, die dann die auf uns alle zukommenden Anforderungen auch „stemmen“ müssen. Das geht aber nur gemeinsam! Hier aus Profilierungsintentionen blind einen Keil hineintreiben zu wollen, ist unverantwortlich.“

Jedenfalls gefährdet, so Mag. Podroschko, eine solche Forderung nicht nur die Apotheken und damit die Arzneimittelsicherheit und die Versorgung der PatientInnen, sondern auch die vielen hochqualifizierten Arbeitsplätze in den Apothekenbetrieben. 

Präs. Podroschko: „Es kann nicht sein, dass auf unsere Kosten – und jene unserer PatientInnen - die Einkommen der Ärzte abgesichert werden sollen! Wir vom VAAÖ weisen jedenfalls einen solchen fundamentalen Rückschritt - immerhin hinter das Jahr 1231 - aufs Schärfste zurück!“

 

Kein Vergleich!

Der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist nicht gedient, wenn Apotheken aus ländlichen Regionen verdrängt werden. Vielmehr bedarf es alternativer Modelle, wie etwa flexibler Zusammenarbeitsformen für ÄrztInnen oder Landarztstipendien, um die Landmedizin für ÄrztInnen zu attraktivieren.

Ärztliche „Hausapotheken“ verbessern die gesundheitliche Versorgung auf dem Land nicht:

  • Eine öffentliche Apotheke hat 50 bis 60 Stunden pro Woche geöffnet - hinzu kommen Nacht- und Wochenenddienste – gegenüber 20 Stunden durchschnittlicher Öffnungszeit einer Hausarztordination.
  • Eine öffentliche Apotheke hat durchschnittlich 6.000 verschiedene Medikamente lagernd – gegenüber 200 in einer Notabgabestelle einer Hausarztordination.
  • Eine öffentliche Apotheke bietet einen niederschwelligen Zugang - ohne Terminvereinbarung und ohne Wartezeiten - zu pharmazeutischer Beratung und unkomplizierte Hilfe bei leichteren gesundheitlichen Beschwerden.
  • ÄrztInnen, die entgegen dem Vier-Augen-Prinzip Medikamente verschreiben und auch selbst abgeben (selbstdispensierend), sind verleitet, wesentlich mehr und teurere Medikamente zu verschreiben, als jene Berufskollegen, die keine Medikamente abgeben. Dies belegt eine Studie aus der Schweiz (Financial incentives and physician prescription behavior: Evidence from dispensing regulations, Burkhard/Schmid/Wüthrich; Bern, 2015). Bei selbstdispensierenden Allgemeinmedizinern beträgt dieses Plus 56 Prozent, bei Fachärzten 74 Prozent. Diese zusätzlichen Verschreibungen betreffen vor allem teurere Arzneimittel.
  • Für die Eröffnung einer Hausarztpraxis auf dem Land stellt die Möglichkeit der Medikamentenabgabe für JungärztInnen keinen ausreichenden Anreiz dar (SGKK, 2012). Sie ist daher kein geeignetes Mittel, um ÄrztInnen in ländliche Regionen zu holen.

 

Umfassendes Angebot der ApothekerInnen

Mag. Karin Rösel-Schmid, stv. Direktorin der Österreichischen Apothekerkammer, erläutert im Gegensatz zu dieser Substitutslösung das breite Angebot der ApothekerInnen: „Die Apothekerkammer hat schon vor zwei Jahren ein Paket geschnürt, um die Versorgung der Menschen - vor allem auf dem Land - deutlich zu verbessern. Unsere Angebote reichen von einer drastischen Ausweitung der Öffnungszeiten über die Zustellung dringend benötigter Arzneimittel ans Krankenbett bis zur Errichtung von Filialapotheken in entlegenen Ortschaften. Unser Ziel ist es, überall dort zu versorgen, wo wir gebraucht werden.“

Folgende durchdachte Lösungsvorschläge für eine bessere gesundheitliche Versorgung ländlicher Gemeinden hat die Österreichische Apothekerkammer schon 2017 als Vorschlag für eine Novellierung des Apothekengesetzes dem zuständigen Ministerium vorgelegt:

Eine Ausweitung und Liberalisierung der Öffnungszeiten ermöglicht ein bedarfsgerechtes Offenhalten der Apotheken, besonders auch während der Ordinationszeiten der örtlichen ÄrztInnen. Verpflichtende Kernöffnungszeiten für alle Apotheken eines Ortes können individuell auf bis zu 72 Stunden ausgedehnt werden, wobei derselbe Zeitrahmen gilt wie für Handelsbetriebe (Montag bis Freitag 6 bis 21 Uhr, Samstag 6 bis 18 Uhr).
Die Möglichkeit der Zustellung von Arzneimitteln ans Krankenbett wird im Sinne einer „mobilen Apotheke“ deutlich ausgeweitet, um die Nahversorgungsfunktion der öffentlichen Apotheke zu stärken. In Notfällen sollen die Apotheken zur Zustellung verpflichtet werden. Bei der Versorgung von PatientInnen in Alten- und Pflegeheimen garantiert die Apotheke, dass die benötigten Arzneimittel rasch und bedarfsgerecht geliefert werden. In allen Fällen der Zustellung wird die Beratung durch eine Apothekerin oder einen Apotheker sichergestellt.
Filialapotheken von öffentlichen Apotheken gewährleisten die Arzneimittelversorgung dort, wo der Betrieb einer öffentlichen Apotheke wirtschaftlich nicht möglich ist. Die Errichtung von Filialapotheken im Einzugsgebiet der öffentlichen Apotheke wird für Ortschaften ohne eigene öffentliche Apotheke erleichtert, wobei die Zahl der möglichen Filialapotheken pro Apotheke mit maximal drei begrenzt wird. Durch zusätzliche Filialapotheken kann die Arzneimittelversorgung deutlich verbessert werden. Die PatientInnen genießen somit alle Vorteile einer öffentlichen Apotheke – vom breiten Produktsortiment bis zur Beratung und Betreuung durch ApothekerInnen.

 

Daten & Fakten

Das österreichische Gesundheitssystem gehört zu den besten der Welt. Fester Bestandteil ist die öffentliche Apotheke, der der Gesetzgeber einen Versorgungsauftrag eingeräumt hat. Dank ihres niederschwelligen Zugangs für die gesamte Bevölkerung stellt sie eine wesentliche Säule dieses Gesundheitssystems dar, das aktuell vor vielen Herausforderungen steht. Während nämlich der niedergelassene Bereich und die Spitäler mit Überlastung und langen Wartezeiten für ihre PatientInnen kämpfen, sind gleichzeitig die ländlichen Regionen zunehmend mit einer Ausdünnung ihrer Gesundheitsversorgung konfrontiert. Die wirtschaftliche Lage der österreichischen Apotheken verschlechtert sich zudem zusehends: Während der Verbraucherpreisindex (VPI) zwischen 2004 und 2018 um 30 Prozent gestiegen ist, hinkt die Krankenkassenvergütung der Apotheken im selben Zeitraum um zehn Prozentpunkte hinterher. Real bedeutet das einen Verlust von knapp 15.000 Euro für eine durchschnittliche Apotheke pro Jahr.

 

Untersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde: „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“

Das BWB-Gutachten

 

Mag. iur. Ursula Thalmann, Leiterin der Rechtsabteilung

 

Die Bundeswettbewerbsbehörde ist eine eigenständige Behörde, die beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist, weisungsfrei agiert und in Österreich dafür zuständig ist, dass es zu keinen Wettbewerbsverzerrungen wie beispielsweise Kartellbildungen kommt. Unter anderem verfasst sie Gutachten, in denen die unterschiedlichen Branchen auf eventuelle Wettbewerbshemmnisse untersucht werden.

Nun hat eine Branchenuntersuchung zum Thema „Gesundheit“ stattgefunden, wobei insbesondere die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum einer näheren Betrachtung unterzogen wurde:

Zunächst wird die derzeitige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln analysiert. Das Ergebnis, dass vor allem in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern die Arzneimittelversorgung über Hausapotheken erfolgt, erstaunt insofern wenig, als man allgemein von einem Minimum von 5.500 zu versorgender Personen als Existenzminimum für eine öffentliche Apotheke ausgeht. Auch dass die Landbevölkerung längere Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss als die Bevölkerung in Ballungszentren, erstaunt wenig und übersieht, dass man am Land auch für die Besorgungen des täglichen Lebens größere Entfernungen zurücklegen muss.

Dramatisch stellt sich tatsächlich die Situation bei den Kassenärzten für Allgemeinmedizin im ländlichen Raum dar. Über 50% von ihnen werden in den nächsten 10 Jahren das 65. Lebensjahr beenden, und es gibt kaum junge Ärzte, die deren Stellen übernehmen wollen.

Die Gründe dafür, dass junge Ärzte nicht als Allgemeinmediziner im ländlichen Raum tätig sein wollen, wurden in zahlreichen Studien untersucht: ein nicht facharztäquivalentes Gehalt, zu wenig Zeit für die Patienten, zu strenge Vorgaben seitens der Krankenversicherungsträger und mangelnde Abrechenbarkeit von Leistungen. Außerdem werden eine schlechte Work-Life-Balance aufgrund der ständigen Erreichbarkeit und die fehlende Wertschätzung durch Kollegen ins Treffen geführt.

In einzelnen Bundesländern gibt es bereits unterschiedliche Fördermaßnahmen für Landärzte. Als weiteren Motivationsfaktor für die Tätigkeit im Bereich der Allgemeinmedizin werden Maßnahmen im universitären Bereich zur Aufwertung des Images des Allgemeinmediziners gesehen und das Instrument der ärztlichen Hausapotheke.

In all den Studien war von Hausapotheken keine Rede gewesen?!

Das Gutachten geht davon aus, dass es für Patienten von Vorteil ist, wenn sie neben öffentlichen Apotheken auch ärztliche Hausapotheken zur Verfügung haben, und es für die Arzneimittelabgabe unerheblich ist, ob die Abgabe durch einen Apotheker oder direkt über den verschreibenden Arzt erfolgt. Übersehen wird dabei, dass damit auch das Vier-Augen-Prinzip wegfällt sowie die Kontrolle des Arzneimittelspezialisten in Bezug auf den Arzt als therapierenden Diagnostiker.

Das Argument, dass der Patient eine höhere Auswahlmöglichkeit hätte, geht von der unrealistischen Annahme aus, der Patient eines Arztes mit Hausapotheke würde mit seinem Rezept aus der Ordination spazieren und weiter in eine Apotheke gehen. Es ist vielmehr so, dass dem Patienten keine Wahl bleibt und der Arzt nicht das für den Patienten beste Medikament verschreibt, sondern das in der Hausapotheke vorrätige. Wobei man im ländlichen Raum ohnehin aufgrund des Angebots nur eine beschränkte Auswahlmöglichkeit zur Verfügung hat.

Zu einer verstärkten Verschreibung teurerer Medikamente zur Erhöhung des eigenen Profits würde es laut Gutachten nicht kommen, da bei einem Zuwiderhandeln gegen die Richtlinien über eine ökonomische Verschreibungsweise das Vertragsverhältnis vom Hauptverband aufgelöst werden könnte …, in Anbetracht der Ausführungen zur schlechten Auslastung mit Allgemeinmedizinern im ländlichen Raum erscheint auch dieses Argument nicht realistisch.

Weitere Ausführungen betreffen die Primärversorgungseinrichtungen (PVE), also den Zusammenschluss mehrerer Arztpraxen und anderer Gesundheits- bzw. Sozialberufe, bei denen Kooperationen mit öffentlichen Apotheken möglich sind. Derzeit gibt es davon 18, bis Ende 2021 sollen 75 PVE in Österreich etabliert werden.

Die Wettbewerbsbehörde empfiehlt, den PVE die Möglichkeit zu geben, selbst eine Hausapotheke zu führen, mit dem Ziel dadurch (wieder) die Versorgung vor allem der ländlichen Bevölkerung mit Arzneimitteln zu verbessern. Da es PVE allerdings nur direkt in oder in unmittelbarer Nähe von Ballungsräumen gibt und auch in Zukunft nur dort geben wird, kann eine Hausapotheke in einem PVE nicht die Arzneimittelversorgung im ländlichen Raum verbessern.

Schließlich begrüßt die Wettbewerbsbehörde die von der Apothekerkammer vorgeschlagenen Änderungen im Apothekengesetz betreffend die Ausweitung der möglichen Öffnungszeiten, die Zustellung von Arzneimitteln, Filialapotheken und Konzessionserteilung.

Anmelden im
Mitgliederbereich
Login
Suche

Informationen zur Ausbildung

Arbeitsgemeinschaft österreichischer Krankenhausapotheker
http://www.aahp.at

Die Kampagne von Apothekerkammer und dem BM f. Gesundheit gegen Arzneimittelfälschungen.
http://www.auf-der-sicheren-seite.at/
Über 1 Million Views - jetzt das Video ansehen:
Zum Video