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23.08.2019

Kein politisches Kleingeld auf Kosten der PatientInnen

Foto Mag.Podroschko: (c) VAAÖ

„Eine der wichtigsten Ressourcen sind die Kompetenz und die Expertise der österreichischen Apothekerinnen und Apotheker.“

„Die Menschen brauchen und wollen Arzt UND Apotheker, und zwar in ihren ureigendsten Funktionen als Gesundheitsdienstleister und Nahversorger. Nicht umsonst wurden die beiden Berufe bereits vor langer Zeit getrennt und haben ganz spezifische Aufgabengebiete, so dass sie der Bevölkerung im Idealfall gemeinsam eine umfassende medizinisch-pharmazeutische Betreuung anbieten können.“ erläutert Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer und VAAÖ-Präsident, und erteilt den neuesten, unqualifizierten Aussagen eines Ärztekammerfunktionärs, der im Zuge der wieder einmal aufgeflammten Debatte um ärztliche Hausapotheken das Fachwissen der ApothekerInnen in Frage gestellt hatte, eine klare Absage.

Podroschko vehement: „Wir ApothekerInnen erwerben in unserem überaus anspruchsvollen Studium ein breites Wissen sowohl über Arzneimittel und Arzneidrogen, deren Wirkstoffe und die dahinterliegende Pharmakokinetik als auch über Physiologie, Pathophysiologie und Pharmakodynamik. Die Fort- und Weiterbildungsbestrebungen und die dahingehende Disziplin der ApothekerInnen sind beispielgebend. Und auch bei den dafür notwendigen Tools wie z.B. die entsprechende elektronische Ausstattung sind wir führend. Wir haben den Überblick über die neuesten Entwicklungen auf dem Arzneimittelsektor, und nur aufgrund der Apothekenpflicht gibt es bei uns in Österreich vergleichsweise weniger Spitalsaufenthalte wegen UAWs und NWs, weniger prekäre Resistenzentwicklungen bei Antibiotika, weniger Leberversagen wegen falsch angewandter NSARs, - Beispiele hierfür gibt es viele. Und nicht umsonst erweitern viele Länder das Leistungsspektrum der ApothekerInnen durch Serviceangebote wie Impfen, Weiterbetreuung chronisch Kranker etc., weil die Zugangsschwelle zu den Apotheken mit ihren langen Öffnungszeiten, ohne die Notwendigkeit einer Terminvereinbarung usw. ungleich niedriger ist als bei jedem Arzt. Die Menschen können über die Apotheke viel besser erreicht werden, z.B. für diverse Screening-, Impf- oder Aufklärungsaktionen. Auch das beweisen Erfahrungen aus anderen Ländern!“

Leistungen für die Menschen!

Podroschko weiter: „Oder fühlt sich möglicherweise mancher Ärztekammerfunktionär durch das breite Leistungs- und Serviceportfolio, das wir als moderne ApothekerInnen anbieten und das nun durch innovative Tools wie Sicherheits-Check und Medikationsanalyse sukzessive erweitert wird, verunsichert? Das wäre absolut nicht nötig. Denn diese Tools sind auch dazu da, die Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung auszubauen und zu optimieren, damit die Ressourcen unseres Gesundheitssystems, die uns bekanntlich nur in begrenztem Maße zur Verfügung stehen, bestmöglich genützt und eingesetzt werden können. So war ein dezidierter Auftrag im letzten Regierungsprogramm, unser Leistungsangebot im Rahmen der Klinischen Pharmazie zu erweitern und zu etablieren. Denn eine der wichtigsten Ressourcen sind die Kompetenz und die Expertise der österreichischen Apothekerinnen und Apotheker sowie das Angebot der Apotheken. Die Menschen wissen das und wollen nicht darauf verzichten, - angefangen bei der Beratung und Betreuung in Bezug auf alle Arzneimittelfragen, NEMs etc. über die viel längeren Öffnungszeiten, Not- und Wochenenddienste sowie individuelle Zubereitungen bis hin zu sozialen Aufgaben, Gesundheitsaktionen und bürokratischen Anforderungen, die wir unseren PatientInnen abnehmen. “ 

Der VAAÖ-Präsident betont zudem: „Und auch für die ÄrztInnen fungieren wir ApothekerInnen u.a. als Sicherheitsnetz, z.B. beim „Vier-Augen-Prinzip“. Wir schicken KundInnen, wenn wir es für notwendig erachten, zu ihnen in die Praxis, und wir erweitern ihre Therapiemöglichkeiten mit magistralen Zubereitungen und ganz einfach mit unserem umfangreicheren Arzneimittellager und vieles mehr, ganz zu schweigen von den Anforderungen, die wir im Rahmen von ELGA, diversen Screeningaktionen, Handling von Lieferengpässen etc. übernehmen.“   

Podroschko abschließend: „Fakt ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker in den überwiegendsten Fällen bestens funktioniert und die PatientInnen davon profitieren. Für politisches Kleingeld und Verunsicherungsversuche ist da kein Platz!“

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Arbeitsgemeinschaft österreichischer Krankenhausapotheker
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Die Kampagne von Apothekerkammer und dem BM f. Gesundheit gegen Arzneimittelfälschungen.
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