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15.07.2019

Lieferengpässe: Wirkstoffverschreibung & Co. als Lösungsansatz

Fotos: Titelbild: (c) shutterstock / akiyoko; Mag.Podroschko: (c) VAAÖ

Wir und unsere PatientInnen schlagen uns schon seit geraumer Zeit damit herum: Nun ist das Thema „Lieferengpässe“ endgültig in der breiten Öffentlichkeit angekommen, wie teils ganzseitige Artikel in diversen (Tages-)Zeitungen belegen. Und das ist gut so.

Denn es kann nicht sein, dass PatientInnen in einem hochentwickelten Land wie Österreich mit einem hervorragenden Gesundheitssystem ihre Arzneimittel einfach nicht bekommen. Und es ist auch kein Zustand, dass wir ApothekerInnen immer mehr Zeit dafür aufwenden müssen, den Präparaten „nachzurennen“ und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die teils lebensnotwendigen Arzneimittel doch noch zu besorgen. Und wir sind auch die Ersten, die den berechtigten Unmut der PatientInnen „abbekommen“. Wie oft haben wir in letzter Zeit „Das kann doch nicht wahr sein!“ gehört. Die Situation ist untragbar, und es ist auch untragbar, dass uns diese Problematik bereits mehrere Stunden am Tag kostet; Stunden, die uns in der Beratung und Betreuung unserer KundInnen und PatientInnen massiv abgehen.

Die Gründe für diese Lieferengpässe sind hinlänglich bekannt.

Nun ist die (Gesundheits-)Politik gefragt; und es hat – auch nach hartnäckigen Interventionen unsererseits - den Anschein, dass endlich Maßnahmen gesetzt werden. Das ist sicherlich nicht einfach, aber mit Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein sollte eine Lösung gefunden werden können. Zudem haben mir Gespräche und Diskussionen am General Assembly der PGEU im vorigen Monat gezeigt, dass viele Länder mehr oder weniger mit dieser leidigen Problematik zu kämpfen haben.

Wobei ein Ansatz hier sehr bemerkenswert ist, wie auch Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger bestätigt hat: Die Situation lässt bzw. ließe sich wesentlich entschärfen, wenn den ApothekerInnen einerseits lege artis eine Generikasubstitution – zumindest bei Lieferengpässen - ermöglicht werden würde, und sie andererseits anhand einer Wirkstoffverschreibung seitens des Arztes ein entsprechendes Präparat abgeben könnten; denn schließlich sind Arzneimittel die Urkompetenz von uns ApothekerInnen!

Ihr Mag. pharm. Raimund Podroschko

VAAÖ-Präsident

1. Vizepräsident der österreichischen Apothekerkammer

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