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24.04.2019

Antiallergika und die notwendige Beratung

„Nur aus der Apotheke!“


„Nur in der Apotheke gibt es geeignete Präparate und kompetente Arzneimittelfachleute, die die PatientInnen bei der Auswahl des richtigen Mittels in der passenden Dosierung und der optimalen Darreichungsform unterstützen.“
Präs. Mag. pharm. Raimund Podroschko

Allergien sind heute weit verbreitet; jeder Vierte in Österreich leidet darunter, Tendenz steigend. Die ApothekerInnen beraten und unterstützen bei der Selbstmedikation mit Antiallergika, ganz im Gegensatz zum Online-Versandhandel.

Gerade jetzt ist „Allergie-Hochsaison“, wie ApothekerInnen an der steigenden Nachfrage ihrer KundInnen und PatientInnen feststellen können. Derzeit wird nun für billige Antiallergika aus dem Online-Versandhandel, teilweise von ausländischen Versandapotheken, geworben. Doch das kann schwerwiegende Folgen haben, warnt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer und Präsident des VAAÖ. So kann man nicht ausschließen, dass Arzneimittel aus dem Internet gefälscht sind; denn es ist schwer zu erkennen, ob hinter einer professionell gestalteten Website nicht doch dubiose Kanäle stecken.

Kompetente Beratung ist ausschlaggebend

Zudem aber können sich durch den unreflektierten Bezug von Arzneimitteln gesundheitliche Probleme ergeben, die durch eine entsprechende Beratung durch einen Gesundheitsexperten vermieden werden können.  

Denn „erste Hilfe bei allergischen Reaktionen ist in den Apotheken erhältlich – hier gibt es eine Reihe von Präparaten, die die unangenehmen Allergiesymptome lindern können, und kompetente Arzneimittelfachleute, die die PatientInnen bei der Auswahl des richtigen Mittels in der passenden Dosierung und der optimalen Darreichungsform unterstützen“, erläutert Mag. Podroschko. Speziell beim Thema Allergien komme der fachlichen Beratung durch die Apothekerin bzw. den Apotheker mit akademischer Ausbildung eine immense Bedeutung zu, fährt Präs. Podroschko fort. „Im Gegensatz zu ausländischen Versandapotheken, die mit niedrigen Preisen werben, jedoch keine ausreichende Beratungsleistung bieten, hat man es in der öffentlichen Apotheke mit den am besten ausgebildeten Experten für Arzneimittel zu tun. Die ApothekerInnen beraten zur richtigen Anwendung, aber auch zu den Grenzen der Selbstmedikation, weiteren Schritten und allenfalls einem Arztbesuch.“


Die ApothekerInnen haben den notwendigen Überblick über die individuell einsetzbaren Arzneimittel und über mögliche Neben- und Wechselwirkungen.

Was ist, wenn …

Bei einer Allergie reagiert unsere körpereigene Abwehr bekanntlich mit der Freisetzung von Histamin auf Allergene, die für den Körper normalerweise harmlos sind – wie zum Beispiel Blüten- und Gräserpollen, Tierhaare, Pilzsporen, Milcheiweiß oder diverse Gemüse- und Obstsorten. So weit, so gut.

Aber was ist, wenn es sich nicht um eine Allergie, sondern z.B. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt? Bekanntlich werden deren Symptome vor allem von Laien oft verwechselt. Sie bedürfen aber einer gänzlich anderen Therapie.

Und was ist, wenn bereits länger mit Antiallergika in „Eigenregie“ behandelt wurde, sich ein gefährlicher Etagenwechsel ankündigt, dieser aber übersehen wird, weil eine Beratung durch einen Gesundheitsexperten nicht erfolgt ist?

Und was ist, wenn auf ein „altes“ Antihistaminikum zurückgegriffen wird, weil es „der Nachbarin so geholfen hat“, dabei aber übersehen wird, dass es müde macht und deshalb im Straßenverkehr fatale Folgen haben kann? Übrigens kann man diese Antihistaminika wunderbar einsetzen, wenn z.B. am Abend neben der antiallergischen Wirkung auch eine leicht schlaffördernde erwünscht ist.

Und was ist, wenn sich das Arzneimittel mit den anderen Präparten, die man ständig einnimmt, nicht verträgt?

Zitat: „Wir Apotheker müssen dieses wichtige „Sicherheitsnetz“ unseren KundInnen und PatientInnen immer wieder kommunizieren.“

Das „Sicherheitsnetz“ auch kommunizieren!

Die ApothekerInnen haben den notwendigen Überblick über die individuell einsetzbaren Arzneimittel und über mögliche Neben- und Wechselwirkungen. Besonders relevant ist dies im Falle einer Polymedikation, bei der WWs verschiedener Arzneimittel berücksichtigt werden müssen. „Das ist auch Thema unserer neuen Serviceleistungen „Sicherheits-Check und Medikationsanalyse“, mit denen wir unser Angebot optimieren und die Arzneimittelsicherheit noch weiter steigern. Das alles kann eine Versandapotheke nicht bieten,“ bringt es Mag. Podroschko auf den Punkt, und weiter: „Wir Apotheker müssen dieses wichtige „Sicherheitsnetz“ unseren KundInnen und PatientInnen aber auch immer wieder kommunizieren, damit sie wissen, was wir für sie leisten. Und wir müssen ihnen nahebringen, dass durch den Versandhandel diverse Leistungen wie Nacht- und Feiertagsdienste, die Zubereitung magistraler Rezepturen und viele andere Serviceleistungen aus der Apotheke gefährdet sind.“

Zitat: Eine neue Studie ergab, dass die ÖsterreicherInnen Medikamente und Produkte für Gesundheit am liebsten offline kaufen.

… am liebsten offline

Dass die ÖsterreicherInnen darauf aber nicht verzichten möchten, zeigen nicht nur das alljährliche Vertrauensranking, in dem die ApothekerInnen stets ganz vorne rangieren, sondern auch diverse Untersuchungen. So veranschaulichte kürzlich eine Umfrage einer Vergleichsplattform, dass für die österreichische Bevölkerung in Gesundheitsbelangen der Preis allein nicht ausschlaggebend ist. Die Studie ergab, dass 70 Prozent der befragten 1.000 Onlinekäufer Medikamente und Produkte für Gesundheit am liebsten offline kaufen. Bemerkenswert dabei ist, dass hier ausschließlich Internetkäufer befragt wurden; man kann also davon ausgehen, dass dieser Prozentsatz im repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt noch deutlich höher ist.

VAAÖ-Präsident Podroschko abschließend: „Wenn wir den Menschen die Sicherheit und den vielfältigen Benefit, den sie durch ihre Apotheken generieren, immer wieder nahebringen, dann werden sie sich – davon bin ich überzeugt - auch weiterhin vertrauensvoll an ihre Apothekerin und ihren Apotheker wenden. Denn letztendlich geht es um ihre Gesundheit und die ihrer Familie, - auch beim Kauf von Antiallergika.“

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Arbeitsgemeinschaft österreichischer Krankenhausapotheker
http://www.aahp.at

Die Kampagne von Apothekerkammer und dem BM f. Gesundheit gegen Arzneimittelfälschungen.
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