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Artikel XIV - Besondere Bestimmungen für Aspiranten

(1) Der Dienstgeber hat den Aspiranten während der für die Teilnahme an Aspirantenkursen und gleichwertigen der Ausbildung förderlichen Veranstaltungen der Österreichischen Apothekerkammer notwendigen Zeit ohne Anrechnung auf die Freizeit und ohne Schmälerung des Entgeltes dienstfrei zu stellen.

Der Besuch des Aspirantenkurses ist Arbeitszeit. Für Tage eines ganztägigen Aspirantenkurses entfällt die Arbeitsverpflichtung im Apothekenbetrieb zur Gänze. Findet der Aspirantenkurs an einem freien Halbtag des Arbeitnehmers statt, hat er Anspruch auf Zeitausgleich im Verhältnis 1:1 zu der aufgewendeten Zeit. (Fassung vom 01.01.2015)

(2) Zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung für den Apothekerberuf (§ 9 Abs. (1) Pharmazeutische Fachkräfteverordnung) sind dem Aspiranten vor dem Prüfungstermin ohne Schmälerung des Entgeltes oder der Freizeitansprüche drei Arbeitstage frei zu geben.

Dem Aspiranten ist außerdem die Teilnahme an zumindest zwei Aspirantenprüfungen unter Fortzahlung des Entgeltes zu ermöglichen. (Fassung vom 01.01.2007).

(3) Aspiranten sind zur Erbringung von Überstunden und Bereitschaftsdiensten nicht verpflichtet. Sie können jedoch zur Leistung von höchstens der Hälfte der an Sonn- und Feiertagen anfallenden Bereitschaftsdienste unter Aufsicht eines vertretungsberechtigten Apothekers herangezogen werden, wobei Zeitausgleich gem. Art. IV Abs. (13) zu gewähren ist. (Fassung vom 01.01.2013)

(4) Das Dienstverhältnis wird auf bestimmte Zeit abgeschlossen. Dies gilt auch für Teile bzw. weitere Aspirantendienstverhältnisse.

Eine vorzeitige Lösung ist nur aus wichtigen Gründen (§§ 25 bis 32 Angestelltengesetz) zulässig. Als wichtiger Grund, der den Aspiranten zum vorzeitigen Austritt berechtigt, ist insbesondere anzusehen, wenn dem Apothekenbetrieb oder dem Apothekenleiter die Eignung zur Ausbildung von Aspiranten aberkannt wird.

Der Dienstgeber ist verpflichtet, dem Aspiranten auf dessen Anfrage spätestens einen Monat vor Ablauf der Aspirantenzeit mitzuteilen, ob das Dienstverhältnis nach der Aspirantenzeit als vertretungsberechtigter Apotheker fortgesetzt wird.

Erfolgt bis zu dieser Zeit keine eindeutige diesbezügliche Antwort, so gilt das Dienstverhältnis mangels einer besonderen Vereinbarung als auf unbestimmte Zeit fortgesetzt.

(5) Auf Verlangen des Dienstnehmers, das spätestens 15 Tage vor Beendigung des Dienstverhältnisses zu stellen ist, ist der Dienstgeber verpflichtet, das Dienstverhältnis um die Dauer

a) einer 14 Tage übersteigenden Erkrankung

b) von Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz,

c) einer Karenz nach dem Mutterschutz- bzw. Väterkarenzgesetz,
(Fassung vom 01.01.2002)

d) einer Dienstverhinderung bedingt durch Wehrdienstleistung bzw. Zivildienst,
(Fassung vom 01.01.2002)

Insgesamt jedoch höchstens um 6 Monate zu verlängern.

Übersteigen die Dienstverhinderungen gem. lit. a) bis d) insgesamt 6 Monate, ist der Dienstgeber von der Verpflichtung der Verlängerung des Dienstverhältnisses befreit. Bei Verlängerung der Ausbildungszeit durch die Prüfungskommission (§ 15 Abs. (1) Fachkräfteverordnung) ist der Dienstgeber verpflichtet, das Dienstverhältnis bis zur Beendigung der Ausbildungszeit fortzusetzen.


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