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Artikel X - Urlaub

(1) Pharmazeutische Fachkräfte im Volldienst haben während eines Arbeitsjahres einen Urlaubsanspruch von fünfundzwanzig Arbeitstagen. Ein Arbeitstag entspricht einem Fünftel der gemeldeten wöchentlichen Normalarbeitszeit. Nach dreizehn vollendeten Gehaltskassendienstjahren (ohne Aspirantenzeit) erhöht sich der Urlaubsanspruch auf dreißig Arbeitstage. Der erhöhte Urlaub gebührt erstmals in jenem Arbeitsjahr, in welches der Beginn des vierzehnten Gehaltskassen-dienstjahres fällt. Sollte das höhere Urlaubsausmaß nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Vereinheitlichung des Urlaubsrechts früher als nach den Bestimmungen dieses Kollektivvertrages erreicht werden, so richtet sich der Urlaubsanspruch nach den gesetzlichen Bestimmungen, wobei bei Volldienstleistenden sechs Werktage fünf Arbeitstagen gleichzusetzen sind. (Fassung vom 01.01.1984)

Die Bestimmungen dieses Absatzes sind ab jenem Arbeitsjahr wirksam, dessen Beginn in das Kalenderjahr 1986 fällt.

(2) Teildienstleistenden vertretungsberechtigten Apothekern steht ein ihrem Dienstausmaß entsprechender aliquoter Teil des unter Abs. 1 genannten Urlaubsausmaßes zu, wobei auf halbe Arbeitstage aufzurunden ist.

a) Bei Urlaubskonsumation im laufenden Arbeitsjahr ist das der Pharmazeutischen Gehaltskasse gemeldete Dienstausmaß des Urlaubszeitraumes zur Errechnung der Arbeitstage heranzuziehen.

b) Gebührt die Ersatzleistung nach § 10 Abs. 1 Urlaubsgesetz oder wird der Urlaub nicht im laufenden Arbeitsjahr konsumiert, so ist das während dieses begonnenen oder abgelaufenen Arbeitsjahres durchschnittlich gemeldete Dienstausmaß für die Berechnung des Urlaubsausmaßes ausschlaggebend. (Fassung vom 01.01.2002)

c) Bei teildienstleistenden vertretungsberechtigten Apothekern, deren Arbeitszeit nicht für bestimmte Wochentage vereinbart wird, ist mangels abweichender Vereinbarung je Arbeitsjahr und Zehntel bei Berechnung des Urlaubsausmaßes ein Feiertag zu berücksichtigen. (Fassung vom 01.01.2013)

(3) Der Anspruch auf Urlaub entsteht in den ersten sechs Monaten des ersten Arbeitsjahres im Verhältnis zu der im Arbeitsjahr zurückgelegten Dienstzeit im jeweiligen Apothekenbetrieb, nach sechs Monaten in voller Höhe. Ab dem zweiten Arbeitsjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Arbeitsjahres.
Für die Urlaubsberechnung werden nach Wiederantritt Vordienstzeiten, die bei demselben Dienstgeber zugebracht wurden, voll angerechnet, sofern die Unterbrechung nicht länger als sechs Monate gedauert hat und die Lösung des Dienstverhältnisses durch den Dienstgeber erfolgt ist. (Fassung vom 01.01.2002)

(4) Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes ist zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer unter Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Betriebes und die Erholungsmöglichkeit des Dienstnehmers zu vereinbaren. Diese Vereinbarung hat so zu erfolgen, dass der Urlaub möglichst bis zum Ende des Urlaubsjahres, in dem der Anspruch entstanden ist, verbraucht werden kann.

Bei der Festlegung des Urlaubszeitpunktes ist nach Möglichkeit darauf Rücksicht zu nehmen, dass pharmazeutische Fachkräfte mit schulpflichtigen Kindern ihren Urlaub zu einem überwiegenden Teil in der Zeit der Schulferien konsumieren können.

Die Urlaubseinteilung soll in der Regel innerhalb des ersten Kalendervierteljahres erfolgen.

(5) Eine weitergehende Teilung des Urlaubes als in § 4 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes vorgesehen, kann im Einvernehmen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer erfolgen, jedoch nur vom Dienstnehmer verlangt werden.

(6) Während des Urlaubes darf der Dienstnehmer nur mit Genehmigung des Dienstgebers in anderen Betrieben Dienst verrichten. Die Nichtbeachtung dieser Bestimmung berechtigt den Dienstgeber zu einer fristlosen Entlassung, sofern Urlaubsende und Ende des Dienstverhältnisses nicht zusammenfallen.

(7) Erkrankt (verunglückt) der Dienstnehmer während seines Urlaubes, so sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes anzuwenden.

(8) Kann ein terminmäßig bereits festgelegter Urlaub infolge betrieblicher Notwendigkeit nicht angetreten werden, so sind dem Dienstnehmer alle dadurch erwachsenden Kosten zu ersetzen.

Bei Urlaubsunterbrechung im Interesse des Apothekenbetriebes sind dem Dienstnehmer die dadurch erwachsenden Kosten zu ersetzen.

(9) Alle im bevorstehenden Urlaub fällig werdenden Ansprüche gegen den Dienstgeber, die aufgrund dieses Kollektivvertrages dem Dienstnehmer zustehen, sind vor Beginn des Erholungsurlaubes zu berichtigen.

(10) Kriegsbeschädigte im Volldienst mit einer mindestens 50%igen Invalidität und Arbeitsinvalide erhalten außer dem in Abs. 1 festgelegten Urlaub einen Zusatzurlaub im Ausmaß von fünf Arbeitstagen je Dienstjahr. Abs. 2 gilt für Teildienstleistende sinngemäß.

(11) Sofern der Kollektivvertrag nichts anderes bestimmt, findet für die dem Kollektivvertrag unterliegenden Dienstverhältnisse das Bundesgesetz über die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes und die Einführung der Pflegefreistellung Anwendung.


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